Windenergie für Ingenieure

Ingenieure für Windenergie planen, konstruieren und modernisieren Methoden zur Energiegewinnung aus Windkraft. Ihre Ausbildung ist dabei sehr vielfältig und ermöglicht dem Ingenieur einen umfangreichen, fordernden und abwechslungsreichen Tätigkeitsspielraum.

Finde Jobs in der Windenergie auf JOBVERDE

Windenergie oder auch Windkraft stellt einen großen und entscheidenden Faktor in der Energiewende dar: Neben Solar- und Wasserenergie deckt aus Windkraft gew

onnene Energie rund 45 Prozent des in Deutschland regenerativ produzierten und genutzten Stroms ab.
Durch zahlreiche in Deutschland aber auch im ausländischen Umland installierte Windparks – am Meer sowie auf freiem Feld – erhöht sich der Anteil der regenerativen Energiequellen, die es somit vermehrt ermöglichen, auf die bisher herkömmliche Energiegewinnung durch Kohle und Atomkraft verzichten zu können.

Im Jahr 2016 lieferten insgesamt 28.217 Windkraftanlagen Energie an deutsche Haushalte – zu der Zeit machte das insgesamt 12,3 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus. Zudem war Deutschland mit 50.018 Megawatt europäischer Spitzenreiter in Sachen Windenergie. Umgerechnet ist das mit fast 80 Terawattstunden Windkraftenergie, insgesamt der größte Beitrag zur Stromerzeugung alternativer, regenerativer Energie.


Energiegewinnung auf Meer und Land

Die klimaschonende Energiegewinnung durch Windkraft wird sowohl durch on- als als auch offshore Methoden gewonnen: Onshore-Windenergie an Land bilden die treibende Kraft der Energiewende. Starke und stetige Winde auf dem Meer kommen der Energiegewinnung zugute und so zeichnet sich die Errichtung von Offshore-Windparks als prädestiniert aus, um große Mengen an Energie zu gewinnen: Die Energieausbeute liegt hier aufgrund höherer Vollla

ststunden doppelt so hoch wie bei vergleichbaren Anlagen an Land. Ein stetig wachsender Anteil der Energieversorgung wird so aus diesem Grund durch Windparks dieser Art geleistet.
Gerade in Deutschland läuft der Ausbau auf Hochtouren: Die Bundesregierung plant, die installierte Leistung bis 2020 auf 6.500 MW zu erhöhen. Insgesamt 30 Prozent des genutzten Stroms sollen demnach dann aus erneuerbarer Windenergie gewonnen werden.


Trotz Kritik bietet Windkraft konstante Energiegewinnung

Die aktuelle, praktische Auseinandersetzung mit der zukünftigen Entwicklung der Windenergie ist in Bewegung: Vielseitigen Kritiken, die den verstärkten Ausbau von Windkraftanlagen beispielsweise als Eingriff in natürliche Habitate von Zugvögeln bezeichnet, wird entgegengearbeitet. Dazu gehören zum einen räumliche Optimierungsmaßnahmen, zum anderen notwendige Planungs- und Steuerungsverbesserungen. Sowohl im On- als auch im Offshore-Bereich werden spezialisierte Fachkräfte für die Installation, Betreuung und Wartung der Anlagen benötigt. Darunter Techniker, IT-ler – aber zumeist Ingenieure, die sich auf Windenergie spezialisiert haben.


Ingenieure für Windenergie sind gefragt wie nie

Rund 330.000 Menschen in Deutschland sind in Bereichen der regenerativen Energie beschäftigt. Viele davon im Bereich der Windenergie. Auch Unis und Unternehmen passen sich an und bieten vermehrt Angebote zur Aus- und Weiterbildung in erneuerbaren Energien an.
So bietet die Leibniz Universität Hannover den Studiengang Windenergie-Ingenieurwesen an. Dieses kann einen von vielen Wegen in den Beruf des Windenergie-Ingenieurs zeigen. Der Masterstudiengang bietet eine interdisziplinäre Ausbildung in Kooperation mit den Instituten für Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau. Die Studierenden können aus verschiedenen Modulen wählen und sich so auf ein Fachgebiet spezialisieren. Der Berufseinstieg soll dadurch erleichtert werden, dass nach den 4 Semestern ausgebildete Fachleute in den Arbeitsmarkt eintreten. Die naturwissenschaftlich-ingenieurtechnische Praxisorientierung ist dabei auch in Bezug auf die Lehrinhalte besonders wichtig:

Die Windenergiebranche birgt Herausforderungen, denen sich gerade Ingenieure stellen müssen. Dabei sind Kreativität und Innovation gefragt, denn die enge Verknüpfung verschiedener Ingenieursdisziplinen verlangt nach einer interdisziplinären Arbeitsweise aller Beteiligten.
Neben den fachübergreifenden Lehrinhalten wie beispielsweise Theorien der Mathematik sowie naturwissenschaftliche Grundlagen oder Basiselemente in Aerodynamik, Stahlbau, oder Simulationstechnik bietet der Studiengang Studierenden fachspezifische, die Windenergie betreffende Grundlagen in Dimensionierung von Tragstrukturen, Elektrische Energiewandlung und Netzanbindung, Projektierung, Fertigung, Bau und Betrieb sowie Wind und Mechanische Energiewandlung.

Studiengänge sind ständig im Wandel und vermitteln neuste Techniken

Auch das Haus der Technik bietet einen Masterstudiengang für Windenergie-Ingenieure an: In Form eines dualen Studiums wird den theoretischen ebenso wie den praktischen Grundlagen gleichermaßen Wichtigkeit zugesprochen. Umfangreiches Wissen und die Möglichkeit verschiedener Schwerpunkte und Spezialisierungen sollen in diesem Fall darauf abzielen, vorrangig Führungsnachwuchskräfte auszubilden, Fachkräfte weiterführend zu schulen und Fachkenntnisse zu vertiefen aber auch Interessierte aus anderen Berufsbranchen berufsbegleitend auszubilden.

So finden auch Ingenieure ohne einen auf Windenergie zugeschnittenen Hochschulabschluss Chancen, in der Branche Fuß zu fassen. Kenntnisse in den Bereichen Maschinenbau, Mess- und Gerätetechnik sowie Stahlbau sind vielfach gefordert, wodurch sich vielseitig spezialisierte Ingenieure angesprochen fühlen können.

Sowohl die Leibniz Universität Hannover als auch das Haus der Technik sind darauf bedacht, Studierenden immer mit den aktuellsten und fortschrittlichsten Methoden vertraut zu machen, diese effizient zu nutzen und sie weiterzuentwickeln.
Ausgebildete Wind-Ingenieure sind im In- und Ausland sehr gefragt und so ermöglicht ein Studium aber auch die Tätigkeit als ausgebildeter Wind-Ingenieur Einsätze im Ausland durch die Abwechslung, Herausforderungen und Verantwortung den Arbeitsalltag bestimmen.
Universitäten wissen um die Entwicklung der Windenergiebranche und passen die Studiengänge an, setzen andere Schwerpunkte oder schaffen, wie in Hannover, ganz neue Studiengänge.

Die Windenergie hat sich in den letzten Jahren vom Gegenstand einer Nischenindustrie zu einem wichtigen eigenständigen Wirtschaftsbereich entwickelt. Die Nachfrage nach Experten und sachkundigen Spezialisten ist entsprechend hoch. Wer also mit dem Gedanken spielt, ein Studium im Ingenieurwesen aufzunehmen, für den hält die Windenergiebranche viele Möglichkeiten bereit.

JOBVERDE.de – Deutschlands grüne Jobbörse.

Die Grüne Jobbörse - JOBVERDE.de